Jahre 2001-2010

NORD-PFEIL.COM

Das Jahr 2010

Monat 2010

Niederschlags- summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Besondere Ereignisse

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

18 mm

25 mm

30 mm

32 mm

112 mm

43 mm

155 mm

196 mm

79 mm

20 mm

126 mm

106 mm

-15° C

-12° C

-12° C

-2° C

3° C

6° C

6° C

10° C

5° C

-1° C

-10° C

-16° C

3° C

14° C

23° C

26° C

25° C

32° C

36° C

31° C

24° C

18° C

17° C

4° C

Jan.: 9./10.: kräftige Schneefälle mit Verwehungen

Mai: Ungewöhnlkich kühle und regenreiche Witterung vom 5.-20.

Juli: Sehr hohe Niederschlagssume infolge mehrerer gewittriger Regenfälle; Außergwöhnlich viele Hitzetage, d.h. Tage mit 30° C und mehr

 

Aug.: Extrem regenreiche Witterungsperiode 1.-10. und 25.-30., doch ohne nennenswerte Überschwemmungen

 

Nov.: Ungewöhnlich mild am 14. (17°), hochwinterlich ab 28. mit fast 20 cm Neuschnee

 

Dez.: Sehr schneereicher Monat mit wiederholten ergiebigen Schneefällen, teils auch Eisregen.

 

Das Jahr 2010 wird vor allem wegen der hohen Niederschlagsmengen in Erinnerung bleiben: Mit 942 mm fielen 50 % mehr Regen und Schnee als normal. Damit zählt das Jahr 2010, zusammen mit 1995, zu den feuchtesten seit 1990. An fünf Monaten fielen mehr als 100 mm Niederschlag, vor allem Anfang und Ende August war es extrem regenreich. Auch der Dezember war sehr schneereich mit einer Schneedecke von bis zu bis 40 cm! Hinsichtlich der Temperaturen zeichnete sich der Juli durch eine lang andauernde intensive Hitzewelle aus.

Das Jahr 2009

Monat 2009

Niederschlags- summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Besondere Ereignisse

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

22 mm

68 mm

61 mm

72 mm

12 mm

98 mm

67 mm

32 mm

54 mm

60 mm

57 mm

ca. 75 mm

-22° C

-13° C

-4° C

-1° C

3° C

11° C

12° C

7° C

6° C

-1° C

0° C

-18° C

5° C

9° C

14° C

24° C

28° C

28° C

30° C

33° C

31° C

23° C

14° C

9° C

Jan.: 4./5.: anhaltende starke Schneefälle; 7.-12.1.: sehr kalte Witterungsperiode mit strengen Nachtfrösten (- 22° am 7., kälteste Nacht seit 1998)

 

Feb.: Zur Monatsmitte wiederholt kräftige Schneefälle, zumeist nasser Schnee

 

Mai: Niederschlagsarm, da keine intensiven Gewitter in Neustadt

Juni: 15./16.: intensive, gewittrige Regenfälle

Juli: ungewöhnlich wechselhafter, schwülwarmer Monat

Aug.: Wärmster Tag des Sommers (33°) erst am 20.8.

Okt: Erster Schnee 15.10.

Dez.:kalte Witterungsperiode mit bis zu - 18 ° vom 16.-20.

 

Das Jahr 2009 zeichnete sich vor allem durch die sehr kalte Witterungsperiode im Januar aus, mit der kältesten Nacht seit 1999. Der Sommer war niederschlagsreich, wechselhaft und ohne Temperaturextreme. Der wärmste Tag des Jahres war der 20.8., also ungewöhnlich spät.

 

Das Jahr 2008

Monat 2008

Niederschlags- summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

25 mm

16 mm

56 mm

80 mm

21 mm

57 mm

59 mm

12 mm

57 mm

85 mm

21 mm

60 mm

-4° C

-7° C

-6° C

-1° C

4° C

8° C

11° C

9° C

0° C

0° C

- 3° C

- 9° C

12° C

16° C

17° C

24° C

32° C

32° C

35° C

33° C

26° C

20° C

15° C

8° C

Temperatur und Luftfeuchte 2008 in Neustadt (Orla)

rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich

Der Januar war von südwestlichen und westlichen Winden geprägt, dementsprechend war es durchweg unbeständig, sehr mild und auch in den Höhenlagen schneearm. Mit 25 mm Niederschlag war es etwas trockener als normal.

 

Die schneearme und milde Witterung setzte sich im Februar fort, mit nur 16 mm Niederschlag war es wesentlich zu trocken. Besonders die zweite Monatshälfte war freundlich und extrem mild, am 24. gab es frühlingshafte 16 Grad!

 

Der März begann mit Pauken und Trompeten: Am Morgen des 1. gab es mit Durchzug der Kaltfront des Sturmtiefs Emma kräftige Graupelgewitter. Die erste Monatshälfte war überhaupt windig und mild, erst ab 16. deutlich kälter. Dabei gab es Schneefall bis in die Täler. Erst an den letzten Tagen des Monats war es freundlicher und mild.

 

Die ersten drei Wochen des Aprils lag Thüringen im Bereich einer Luftmassengrenze über Mitteleuropa, die kühle Luft im Nordwesten von sommerwarmer im Südosten trennte. Dabei lag Thüringen abgesehen vom 11.-15. stets auf der kühlen Seite, bei wolkenverhangenem Himmel gab es wiederholt Regen. Erst in der letzten Aprilwoche setzte sich deutlich wärmeres und freundlicheres Wetter durch.

 

Der Mai war insgesamt erheblich zu warm und zu trocken. Dabei gab es viel Sonnenschein, aber auch schwülwarme Perioden mit einzelnen Schauern und Gewittern, insbesondere vom 11.-15. und zum Monatsende. Am 31. gab es über dem Raum Saalfeld bis ins untere Orlatal unwetterartigen Regen im Zusammenhang mit einem Gewitter. Der Neustädter Raum wurde aber verschont.

 

Der Juni begann mit unwetterartigen Gewittern, der Raum Neustadt war am 3. betroffen, jedoch relativ lindrig. Ein Großteil des Monatsniederschlages fiel an diesem Tag. Überhaupt war der Juni wechselhaft mit einzelnen Schauern und Gewittern. Abgesehen von einer kühlen Periode zur Monatsmitte war es sommerlich warm.

 

Richtig freundlich und trocken zeigte sich der Juli nur an seinen ersten und letzten Tagen. Dazwischen war es wechselhaft mit fast täglichen Schauern und Gewittern. Abgesehen von zwei sehr kühlen Tagen am 20/21.7. war es aber recht warm, trotz der unbeständigen Witterung.

 

Auch der August war durchwachsen, mit West- und Südwestwinden überquerten wiederholt Tiefausläufer Thüringen. Dazwischen gab es aber auch Tage mit freundlichem Wetter. Trotz des meist wolkigen Wetters gab es nur wenige Regenfälle; diese konzentrierten sich zudem auf die Monatsmitte.

 

Der September kann in zwei Hälften gegliedert werden: Bis zum 12. war es meist trocken und noch spätsommerlich warm. Mit einer Winddrehung auf Nordost setzte ab 13. eine markante Abkühlung ein, am 17. gab es den ersten Bodenfrost. Wie so häufig bei Nordostlagen war es insbesondere vom 20.-25. ausgesprochen trübe im Neustädter Raum. Dazu gab es zeitweise Regen, womit die seit Mitte Juli anhaltende sehr niederschlagsarme Witterungsperiode beendet wurde.

 

Höhepunkt der Witterung im Oktober war der Wintereinbruch am 30. Dabei fiel verbreitet nasser Schnee bis ins Orlatal, so dass sich kurzzeitig eine Schneedecke bilden konnte. Die nasskalten Tage zum Monatsende waren aber die Ausnahme; insbesondere um den 10. gab es sonnige Tage mit bis zu 20 Grad.

 

Die erste Novemberhälfte war vorwiegend mild und niederschlagsarm mit Temperaturen bis zu 15 Grad. Zur Monatsmitte wurde eine unbeständigere und allmählich auch deutlich kühlere Witterung eingeleitet, die mit Schneeschauern und leichtem Frost um den 25. kulminierte. Richtiges Winterwetter gab es aber nur im Bergland.

 

Der Dezember war klimatologisch betrachtet ziemlich normal. Der meiste Niederschlag fiel in der ersten Monatshälfte, danach stellte sich eine niederschlagsarme Witterung ein. Besonders vor und nach Weihnachten gab es auch sonnige Tage, sonst aber meist hochnebelartige Bewölkung.

 

Das Jahr 2008 zeichnete sich vor allem durch die extrem milden Wintermonate Januar und Februar aus. Schwere Gewitter tobten Ende Mai und Anfang Juni im Ostthüringer Raum, das Stadtgebiet von Neustadt blieb aber von den schlimmsten Ereignissen verschont. Erwähnenswert ist schließlich auch noch die sehr niederschlagsarme Witterungsperiode, die von Mitte Juli bis Mitte September andauerte.

 

 

Das Jahr 2007

Monat 2007

Niederschlags- summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

43 mm

37 mm

57 mm

5 mm

112 mm

143 mm

94 mm

116 mm

151 mm

20 mm

74 mm

29 mm

-11° C

-2° C

0° C

-1° C

3° C

11° C

11° C

6° C

4° C

1° C

-2° C

-9° C

13° C

12° C

18° C

27° C

31° C

31° C

36° C

29° C

24° C

22° C

11° C

12° C

Temperatur und Luftfeuchte in Neustadt (Orla)

rote Linie = Tagesmittel Temperatur, grüne Linie = Tagesmittel relative Luftfeuchte, gestrichelt rot = Monatsmitteltemp. Gera laut Klimareihe 1961-1990 zum Vergleich

 

Höhepunkt der Witterung im Januar war der Sturm "Kyrill" am 18., der auch im Orlatal für erhebliche Schäden sorgte. Die erste Monatshälfte war sehr mild. Zur Monatsmitte leitete sehr windiges Wetter eine kältere Witterungsperiode ein, richtiges Winterwetter mit Schneefall gab es aber nur zwischen 24. und 26.

 

Die sehr milde Witterung setzte sich auch im Februar fort. Hierbei war es oft feuchtmild mit vielen trüben Tagen mit leichtem - mäßigem Regen. Außergewöhnlich ist die für einen Wintermonat extrem hohe Minimumtemperatur: Kälter als -2 Grad war es an keinem Tag! Selbstverständlich konnte sich unter diesen Bedingungen keine Schneedecke ausbilden.

 

Ein kurzes, aber kräftiges Spätwinterintermezzo gab es Mitte März: Am 17. leitete eine Kaltfront eine deutlich kühlere Witterungsperiode ein. Nachfolgend bildete sich ein Tief über Mitteleuropa und es gab insbesondere am 22. kräftigen Schneefall mit über 10 cm nassen Neuschnee im Orlatal. Diese etwa eine Woche andauernde nasskalte Witterungsperiode war aber die Ausnahme, sonst war der Monat nämlich freundlich und sehr mild.

 

Der April wird vor allem aufgrund der extremen Trockenheit und des vielen Sonnenscheins in Erinnerung bleiben. Hierzu war es, wie bereits seit Monaten, wärmer als normal. Lediglich zu Beginn des Monats dominierten Wolken und kühleres Wetter. Nach langer Trockenheit fiel am 25. endlich etwas Regen.

 

Auch der Mai war wesentlich zu warm, aber im Unterschied zum Vormonat erheblich zu feucht. Besonders zwischen 20. und 28. bestimmte schwülwarme Luft die Witterung und es kam häufig zu teils unwetterartigen Gewittern. Das Stadtgebiet von Neustadt blieb aber verschont, hier gab es nur kräftigen Regen.

 

Auch für die Charakterisierung des Junis muss wieder das Wort "extrem" benutzt werden: Mit 143 mm Niederschlag war es der seit Jahren regenreichste Monat in Neustadt (Orla). Allein am Abend des 15. fielen in Verbindung mit Gewittern über 50 mm, was zu Überflutungen an Flüssen und Bächen führte. Im Zusammenhang mit häufigen Luftmassenwechseln (siehe auch Temperaturkurve) gab es weitere Regenfälle; insgesamt war es aber wieder zu warm.

 

Höhepunkt der Witterung im Juli war die kurze, aber intensive Hitzewelle zur Monatsmitte, die am 16. mit 36 Grad kulminierte. Der Witterungscharakter zeigte sich ansonsten wechselhaft mit häufigen Schauern und Gewittern.

 

Der August war der vierte Monat infolge mit erheblich zu feuchter Witterung! In feuchtwarmer Luft konnten sich immer wieder teils mit Gewittern durchsetzte Regenschauer bilden, die binnen kürzester Zeit große Regenmengen verursachten (vor allem zwischen 6.-9.). Ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass es keinen heißen Tag (d.h. Temperaturmax => 30°) gab. Auch gab es nur wenige Tage mit wirklich sonnigem Wetter.

 

Der September 2007 wird vielen in Erinnerung bleiben: Ein Tiefdruckgebiet zog am 28. über Ostbayern und Westsachsen nach Norden und sorgte u.a. in Ostthüringen für ergiebigen Dauerregen. Dabei fielen innerhalb von 24 Stunden über 40 mm Niederschlag in Neustadt, d.h. soviel wie normalerweise im gesamten Monat! Da auch die Tage zuvor schon regnerisch waren, konnte der Boden kaum noch Wasser aufnehmen und es kam u.a. entlang der Orla und ihrer Nebenflüsse zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Dreitzsch und Neunhofen. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass dieses Hochwasserereignis mit zu den zehn schwerwiegendsten der letzen 80 Jahren gehört (gemessen am Durchfluss m3/s). Zum Mittag des 29. zog das Regengebiet nach Norden ab und die Lage entspannte sich rasch. Insgesamt fielen im September über 150 mm Regen, d.h. das Dreifache des Normalwertes!

 

Nach mehreren extrem nassen Monaten infolge war der Oktober zu trocken. Die erste Monatshälfte war durchaus noch freundlich und warm, ab Monatsmitte dominierte jedoch kühle und wolkenreiche Witterung. In der Nacht zum 20. gab es den ersten Schneeregen der Saison.

 

Der November zeichnete sich hauptsächlich durch zu feuchte Witterung aus. Der Niederschlag fiel im Orlatal meist als Regen, im Oberland dagegen vorübergehend als Schnee.

 

Der Dezember kann in drei Witterungsperioden untergliedert werden: Die erste Monatshälfte war mild, teilweise windig mit häufigem, meist leichten Regen. Zur Monatsmitte setzte sich trockenes, kälteres und zu Nebel neigendes Hochdruckwetter durch. Ab Weihnachten sorgten schwache Tiefausläufer für etwas Schnee, insgesamt war es dann nasskalt.

 

 

Das Jahr 2007 wird hauptsächlich durch zwei Ereignisse in Erinnerung bleiben: Sturmtief "Kyrill" sorgte am 18.1. für große Schäden in ganz Deutschland und auch im Orlatal. Sieben Monate später, im September, gab es wiederum teils große Schäden, diesmal jedoch durch Hochwasser. Der September war der vierte Monat infolge mit erheblich mehr Niederschlag als normal. Ein Tief über Deutschland brachte dann am 28./29.9. das Fass zum überlaufen.

 

Das Jahr 2006

Monat 2006

Niederschlags- summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

21 mm

36 mm

70 mm

45 mm

76 mm

55 mm

38 mm

125 mm

59 mm

56 mm

40 mm

22 mm

-13° C

-11° C

-10° C

-1° C

5° C

6° C

12° C

10° C

8° C

3° C

2° C

-4° C

4° C

9° C

19° C

25° C

26° C

32° C

38° C

28° C

28° C

24° C

16° C

13° C

Der Januar 2006 war ereignisarm, insbesondere in der zweiten Monatshälfte kalt und insgesamt deutlich zu trocken!

Der Monat begann mild und trübe, ab 5. wurde es dann freundlicher, aber kälter. Dieses Wetter hielt bis zum 16., lediglich am 12. sorgte eine schwache Front für etwas Schneeregen. Vom 17.-21. war es vorübergehend milder mit einzelnen Regenfällen. Ab 22. wurde dann aber am Rand eines Hochdruckgebietes über Nordosteuropa deutlich kältere Luft wetterbestimmend. In dieser trocken-kalten Luftmasse gab es in der letzten Januarwoche viel Sonnenschein mit örtlich strengen Nachtfrösten. Lediglich am 25. gab es vorübergehend eine Frostabschwächung. Aufgrund der trockenen Luftmasse fielen keine nennenswerten Neuschneemengen.

 

Höhepunkt der Witterung im Februar waren die Überflutungen vor allem im Raum Pößneck zur Monatsmitte - verursacht durch Tauwetter und Regen. Von den milden Tagen um die Monatsmitte abgesehen war der Februar jedoch etwa durchschnittlich hinsichtlich der Temperaturen. Nennenswerte Niederschläge gab es nur an wenigen Tagen zu Beginn und Mitte des Februars.

 

Der März 2006 war meist unbeständig und zu feucht. Die erste Monatshälfte war zu kalt, mit Nachtfrösten bis -10° zur Monatsmitte. Dabei war es wolkig mit Schneeschauern, am 9. und 10. jedoch vorübergehend milder mit Regen. Ab 17. wurde dann eine mildere Witterungsperiode eingeleitet, die zum 24./25. ihren Höhepunkt erreichte. Dazu gab es vom 18.-24. längere sonnige Abschnitte, zum Monatsende hin aber teils kräftigen Regen, der zusammen mit dem Tauwetter im Oberland die Flüsse kräftig anschwellen ließ.

 

Die erste Aprilwoche war wechselhaft, aber relativ mild. Vom 10.-17., also einschl. Ostern, herrschte dann unbeständiges, kühles und zeitweise windiges Wetter, wobei es immer wieder regnete. Ab 18. strömte vom Südwesten her fast sommerlich warme Luft nach Thüringen, dabei war es jedoch leicht unbeständig und am 22. gab es das erste Gewitter. Weitere Schauer und Gewitter leiteten am 26. einen deutlich kühleren Abschnitt mit häufigem Regen ein, am 29. fiel sogar Schneeregen bis ins Orlatal!

 

Den Mai kann man in eine freundliche und frühsommerliche erste Monatshälfte und eine deutlich kühlere zweite Monatshälfte untergliedern. Bis zum 18. war es meist freundlich mit Tagestemperaturen bis 26 Grad. Ab 9. traten dann aber einzelne Schauer auf, vom 15.-17. war es schwülwarm mit Gewittern. Am 20. wurde mit dem Durchzug einer Kaltfront, begleitet von Graupel und schweren Sturmböen, eine sehr kühle und regenreiche Witterungsperiode eingeleitet. Es gab wiederholt Schauer, am 30. und 31. auch Dauerregen bei Tagestemperaturen unter 10 Grad!

 

Der Juni war in Deutschland gekennzeichnet von häufigen, teils unwetterartigen Gewittern. Glücklicherweise blieb Ostthüringen davon verschont. Aber auch hier gab es insbesondere vom 15.-25. bei schwülwarmer Witterung gewittrige Schauer. Zuvor war es hingegen meist trocken, sonnig und sehr warm, nur unmittelbar zu Monatsbeginn war es kühler mit Schauern. Die letzte Juniwoche war leicht unbeständig, d.h. wolkig mit örtlichen Schauern und Höchsttemperaturen etwas über 20 Grad.

 

Extreme Hitze mit bis zu 38 Grad bestimmte die Witterung im Juli. Im Prinzip war es den gesamten Monat sehr warm und sonnig. Lediglich an einigen Tagen, nämlich vom 6.-8., 12.-15., 21.-24. und zum Monatsende war es wolkiger mit einzelnen Schauern und Gewittern. Die Hitze kulminierte in Neustadt vom 18.-20. Juli mit Tageshöchsttemperaturen bis 38 Grad. Die anhaltende Hitze in Verbindung mit den nur wenigen Schauern führte zu extrem großer Trockenheit und Waldbrandgefahr in der 2. Monatshälfte.

 

Nach dem heißen und trockenen Juli folgte das Gegenteil im August, der sich durch erheblich zu feuchtes und auch kühles Wetter auszeichnete. Mit 125 mm Niederschlag fiel etwa doppelt soviel Regen wie normal! Außerdem gab es keinen Hitzetag, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, was ziemlich ungewöhnlich ist. Der August war stattdessen meist mäßig warm, d.h. Tageshöchsttemperaturen etwas über 20 Grad, mit häufigen Schauern. Ausgesprochen unbeständig, regnerisch und sehr kühl war es vom 6.-9. und vom 27.-29.8. Perioden mit anhaltend sonnigem Wetter gab es nicht.

 

Der September präsentierte sich ganz im Gegensatz zu dem Vormonat von seiner besten Seite: Es gab viel Sonnenschein bei meist noch sommerlichen Temperaturen, aber auch einige teils kräftige Schauer und Gewitter, wodurch die Niederschlagssumme trotz der vielen freundlichen Tage in etwa dem Mittel entsprach. Herausragend war ein Starkregenereignis am Abend des 18., infolgedessen es in einigen Gebieten zu Überflutungen kam. Die Stadt Neustadt (Orla) war hiervon nur teilweise betroffen; wenige Kilometer weiter östlich fielen aber enorme Mengen Regen binnen kurzer Zeit.

 

Auch der Oktober war zu mild, wenn auch nicht so extrem wie der Vormonat. Die erste Oktoberwoche begann unbeständig mit gelegentlichem Regen, der am 3. kräftig war. Vom 9.-27. herrschte meist freundliches Hochdruckwetter, vom 13.-15. bildete sich jedoch vorübergehend zäher Hochnebel und es war trübe. Am 17. gab es den ersten Bodenfrost, danach wurde es aber dank zunehmenden Südwestwindes deutlich wärmer - am 26. konnten nochmals extrem milde 24 Grad in Neustadt (Orla) gemessen werden. Erst die letzten Tage des Monates waren wolkiger und am 29. fiel etwas Regen.

 

Die wesentlich zu milde, teilweise sogar extrem milde Witterung setzte sich auch im November fort. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass es keinen Frost gab. Die ersten 4 Tage waren zwar nasskalt mit Schneeregen, die Temperaturen hielten sich aber knapp über 0 Grad. Danach setzte sich aber wieder sehr milde Luft durch, wobei es teils neblig, teils sonnig war. Mit Temperaturen bis 16 Grad war es zur Monatsmitte am mildesten. Lediglich vom 9.-11. und 21.-23. war es etwas kühler mit leichtem Regen.

 

Wer nach dem milden November auf Winterwetter im Dezember hoffte, wurde enttäuscht: Es war erneut ein Monat mit wesentlich zu milder Witterung; die Niederschlagssumme war allerdings unter dem Durchschnitt. Dabei war es insbesondere in der ersten Monatshälfte sehr mild, dazu anfangs recht freundlich, später aber unbeständig. In der zweiten Monatshälfte wurde es dann etwas kühler, am Weihnachtswochenende gab es Nachtfröste. Bevor sich an den letzten beiden Tagen des Jahres wieder extrem milde Luft durchsetzen konnte, gab es am 28. mit etwas Schneefall ein kurzes Winterintermezzo.

 

 

Zusammenfassend betrachtet wird das Jahr 2006 vor allem aufgrund der extrem milden Herbstmonate in Erinnerung bleiben, beispielsweise mit Temperaturen bis 24 Grad noch Ende Oktober. Die größte Hitze gab es vom 18.-20. Juli mit bis zu 38 Grad. Buchstäblich ins Wasser fiel dagegen der August, der wesentlich zu nass und kühl war. Für Schlagzeilen sorgten Hochwasser und lokale Überflutungen im Februar und März - verursacht durch kräftigen Regen und Tauwetter.

 

Das Jahr 2005

Monat 2005

Niederschlags-summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

 

Februar

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

August

 

September

 

Oktober

 

November

 

Dezember

66 mm

 

75 mm

 

32 mm

 

15 mm

 

64 mm

 

72 mm

 

70 mm

 

72 mm

 

65 mm

 

22 mm

 

39 mm

 

48 mm

 

-9° C

 

-11° C

 

-11° C

 

- 1° C

 

2° C

 

5° C

 

11° C

 

9° C

 

5° C

 

0° C

 

-5° C

 

-6° C

 

12° C

 

10° C

 

19° C

 

25° C

 

35° C

 

33° C

 

35° C

 

29° C

 

30° C

 

20° C

 

16° C

 

6° C

 

Höhepunkt der Witterung des Januars war zweifelsohne der anhaltende und intensive Schneefall vom 23. abends bis zum 25. Dabei fielen in Neustadt knapp 40 cm Schnee! Der Saale-Orla-Kreis war mit einer der vom Schneefall am stärksten betroffenen Regionen Deutschland: Die Region lag aufgrund des Nordost-Windes im Luv des Thüringer Waldes/Schiefergebirge und die im übrigen Land lediglich in Schauerform auftretenden Schneefälle stauten sich hier. Zum Monatsende hin kam es zu weiteren leichten Schneefällen und es wurde allmählich wieder milder, am 31. gab es Tauwetter.

Die ersten drei Wochen des Monats waren weniger ereignisreich: Es war teils sehr mild mit wechselnder Bewölkung und nur vereinzeltem Regen.

 

Der Februar 2005 begann mit trübem und mildem Wetter, der Ende Januar gefallene Schnee taute aber nicht vollständig ab. Zum Karnevalswochenende (ab. 5.) setzte sich freundliches und kälteres Wetter durch, das bis zum 10. anhielt. Am 11/12. stellt sich die Wetterlage jedoch komplett um: Auf der Vorderseite eines Tiefs war es zunächst sehr windig und regnerisch, die Pegel insbesondere der kleinen Flüsse stiegen rasch an und es gab lokale Überflutungen. Auf der Rückseite des Tiefs strömte ab 12. Kaltluft nach Mitteleuropa, die bis zum Monatsende das Wetter bestimmte. Dabei kam es wiederholt zu teils kräftigen Schneefällen und am Monatsende sogar zu einer weiteren Frostverschärfung. Der Februar war damit einer der schneereichsten Perioden der letzten Jahre.

 

Das hochwinterliche Wetter, welches Mitte Februar eingeleitet wurde, setzte sich auch Anfang März fort. Dabei herrschte aber vorwiegend freundliches Wetter, lediglich am 5. und 6. gab es noch etwas Neuschnee. Vom 12.-14. stellte sich die Wetterlage um: Die deutlich zu kalte Witterung wurde binnen kurzer Zeit von für die Jahreszeit deutlich zu milder Witterung abgelöst. Dabei kam es am 12. nochmals zu Schneefällen, ab 14. setzte dann aber intensives Tauwetter ein; die Höchsttemperaturen erreichten Mitte des Monats 14°C! Aufgrund der raschen Schneeschmelze gab es an kleinen und mittleren Flüssen erneut lokale Überflutungen, aber ohne größere Schäden. Diese milde, aber leicht unbeständige Witterung setzte sich bis zum Monatsende fort, wobei der 21. und 22. mit Tageshöchsttemperaturen bis 19° C am mildesten waren.

 

Der April war deutlich zu trocken; insgesamt fielen nur 15 mm Niederschlag, d.h. nur etwa 25% des Normalwertes! Dabei war es vorwiegend wolkig, aber eben ohne viele Niederschläge. Diese traten überwiegend in Schauerform auf (6.-9., 14.-16. sowie ab 25.). Perioden mit ausgesprochenem sonnigen Wetter gab es im April nicht. In einigen klaren Nächten gab es leichte Fröste. Am Ende des Monats strömte dann feuchtwarme Luft nach Deutschland und es gab erste schwache Gewitter in der Region.

 

Der Mai zeigte sich sehr wechselhaft und war insgesamt etwas zu feucht. Der Monat begann mit zwei freundlichen und sehr warmen Tagen. Danach bestimmte jedoch kühle Luft das Wetter über die Monatsmitte hinaus. Es kam fast täglich zu Schauern und Gewittern, teils mit Graupel und Hagel (Hagel z.B. am 6.). Zur Monatsmitte traten zudem nochmals leichte Bodenfröste auf. Ab 19. Mai wurde es deutlich wärmer, aber es gab weitere Schauer, am 23. auch anhaltenden Regen. Vom 24.-29. stellte sich schließlich eine Periode mit sonnigem und warmen Wetter ein; am 29. war es mit 35 Grad für einen Maitag außergewöhnlich heiß. An den letzten beiden Tagen wurde es wieder unbeständig und kühl.

 

Wechselhaft, so könnte man den Juni kurz aber treffend charakterisieren. Wiederholt zogen Fronten von Tiefdruckgebieten mit Schauern und Gewittern über Mitteleuropa, die auf der Vorderseite sehr warme, nach Durchzug aber kühle Luft heranführten. Nur zur Monatsmitte konnte sich höherer Luftdruck mit stabilerem Wetter durchsetzen. Der Monat kann wie folgt grob gegliedert werden: 1.-8. unbeständig, Regenschauer und mit Ausnahme des 3. kühl; 9.-13. freundlicher, nur mäßig warm; 14.-20. heiter, teils wolkig, sommerlich warm; 21.-24. schwül mit Schauern und Gewittern, teilweise heiß (Nacht zum 22. schwere Gewitter u.a. im Raum Naumburg/Saale); 25.-30. unbeständig mit Regen/Schauern und kühler, am 27. und 28. jedoch vorübergehend sehr warm.

 

Auch der Juli war durchweg leicht unbeständig. Zu den herausragenden Ereignissen zählte die extrem schwülheiße Witterung, welche vom 27.-30. andauerte. Hohe Luftfeuchte in Kombination mit Temperaturen bis 35 Grad sorgten für die Entstehung heftiger und ungewöhnlich blitzreicher Gewitter. Zwar gab es an diesen Tagen auch im Saale-Orla-Kreis kräftige Gewitter, die eigentlichen Unwetter traten jedoch weiter östlich auf. Im Übrigen war der Witterungscharakter des Julis mit dem des Junis vergleichbar, d.h. Perioden mit kühlerem Wetter und Schauern/Gewittern wechselten sich mit Perioden mit Sonnenschein und Sommerwärme ab.

 

Die erste Augusthälfte war alles andere als sommerlich: Am Rande eines sich immer wieder regenerierenden Tiefs über Skandinavien strömte kühle Meeresluft nach Thüringen. Dabei war es meist stark bewölkt mit wiederholten Regenschauern und einzelnen Gewittern; nur an wenigen Tagen stieg die Temperatur über 20 Grad! Ab 17. trat jedoch eine zögernde Wetterbesserung ein, es gab einige sonnige Abschnitte und steigende Temperaturen, am 22. war es aber nochmals regnerisch. Ab 23. kam schließlich der Sommer mit heiterem Wetter und Temperaturen bis 29 Grad zurück.

 

Der September war insgesamt geprägt von spätsommerlichem und ungewöhnlich warmem Wetter. Bis zum 9. war es freundlich und sommerlich warm mit Temperaturen bis 30°C (1.9.)! Am 10. wurde jedoch mit Schauern und Gewittern eine unbeständigere und etwas kühlere Witterungsperiode eingeleitet, die ca. eine Woche anhielt. Ausgesprochen unfreundlich war es aber auch zu dieser Zeit nicht. Auf der Vorderseite kräftiger Tiefdruckgebiete über dem Atlantik strömte dann vom 18.-25. wieder warme Luft aus Südwest heran, dabei war es meist heiter und trocken. Die letzten Tage des Monates zeigten sich jedoch wieder wolkiger mit Regenschauern. Dabei war es nicht mehr ganz so mild.

 

Erheblich zu warm war auch der Oktober. Die ersten drei Tage waren zwar noch bewölkt mit Regen und kühl, doch dann bestimmte bis zum 19. ein Hochdruckgebiet das Wetter. Nach Auflösung von Frühnebel war es dabei sonnig und mit Temperaturen bis 20 Grad fast spätsommerlich warm. Am 15. drehte der Wind aber auf Nordost; damit wurde es kühler, nachts traten die ersten leichten Fröste auf. Vom 20.-25. war es vorübergehend unbeständig mit etwas Regen und teilweise windig, aber mit Temperaturen bis 18 Grad erneut sehr mild. An den letzten Tagen des Monats gab es wieder strahlenden Sonnenschein bei ungewöhnlich hohen Temperaturen bis 20 Grad!

 

Der November begann, etwas übertrieben ausgedrückt, spätsommerlich und endete frühwinterlich. Die milde Witterung, die bereits im September und Oktober vorherrschte, setzte sich bis zum 14. fort. Abgesehen von den ersten vier Tagen, als es bei trübem Novemberwetter etwas Regen gab, war es vielfach sonnig und insbesondere um den 10. extrem mild (bis zu 16°C). Mit dem Durchgang einer Kaltfront am 15. wurde eine wesentlich kühlere Witterungsperiode eingeleitet. Am 18. fiel der erste Schnee, im Orlatal noch mit Regen vermischt; auch die darauf folgenden Tage waren nasskalt mit Sprühregen und etwas Schnee. Am Ende des Monats wurde es freundlicher bei Temperaturen um null Grad. Ostthüringen blieb dabei von den sehr ergiebigen Schneefällen über Nordwestdeutschland verschont.

 

Der meteorologisch gesehen ereignisreichste Tag im Dezember war der 16. Im Zusammenhang mit einer Kaltfrontpassage kam es in den Mittagsstunden zu kurzen Gewittern, begleitet von Regen, Graupel und schweren Sturmböen. Besonders im Oberland gab es große Schäden durch umgestürzte Bäume. Ereignisreich, wenn auch weniger dramatisch, war es zwischen Weihnachten und Neujahr, bildete sich doch nach mehreren Tagen mit Schneefall eine gut 10 cm hohe Schneedecke aus. Die erste Monatshälfte zeigte sich hingegen relativ ruhig und überwiegend mild.

 

Insgesamt war das Jahr 2005 etwas zu warm und hinsichtlich des gefallenen Niederschlages in Neustadt (Orla) etwa normal. Neben den relativ schneereichen Spätwinter bleibt sicher auch der sehr wechselhafte Sommer in Erinnerung: So gab es sehr kühle Perioden vor allem im August, aber auch heiße Witterungsabschnitte, so z.B. die extreme Schwüle Ende Juli. Herausragend war auch der deutlich zu warme Herbst, u.a. mit Temperaturen bis 20 Grad Ende Oktober! Mitte Dezember gab es einen weiteren Höhepunkt im Wettergeschehen der Region, als Sturmböen teilweise große Schäden verursachten.

Das Jahr 2004

Monat 2004

Niederschlags-summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

 

Februar

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

August

 

September

 

Oktober

 

November

 

Dezember

48 mm

 

37 mm

 

27 mm

 

24 mm

 

109 mm

 

70 mm

 

101 mm

 

41 mm

 

68 mm

 

38 mm

 

90 mm

 

40 mm

 

- 9° C

 

- 7° C

 

- 5° C

 

1° C

 

3° C

 

4° C

 

9° C

 

8° C

 

5° C

 

-1° C

 

-4° C

 

-10° C

 

7° C

 

13° C

 

21° C

 

24° C

 

25° C

 

30° C

 

32° C

 

31° C

 

28° C

 

25° C

 

13° C

 

7° C

 

Trotz Phasen mit ausgeprägter winterlicher Witterung war der Januar 2004 etwas zu mild, so war es z.B. in keiner Nacht kälter als - 10 Grad! Zu Beginn des Monats war es winterlich, mit Glatteisregen wurde dann aber am 6. eine mildere und teils windige Periode eingeleitet. Zur Monatsmitte setzte sich dann mit stürmischen Winden (besonders am 14.) Kaltluft durch und es gab Schneefälle, anfangs teils mit Regen. Ab 23. stellte sich freundliches Winterwetter ein, tags mit leichtem Tauwetter. Die freundliche Witterung wurde am 31. mit Schneefall beendet.

 

Der Februar war durch einen Wechsel von kalter und milder Witterung geprägt. Der Ende Januar gefallene Schnee war im Orlatal in der Nacht zum 1. rasch wieder abgetaut, da der Monat sehr mild mit Regen begann. Vom 7.-12. gab es eine Periode mit kälterem Wetter, begleitet von Schneeregen und Schneefall. Zur Monatsmitte setze sich vorübergehend wieder sehr milde Meeresluft durch und es gab Tauwetter in allen Höhenlagen. Vom 18. bis zum Monatsende bestimmte dann erneut kältere Luft das Wettergeschehen. Dabei war es teils sonnig, teils bewölkt, nennenswerten Schneefall gab es in der Region doch keinen.

 

Der März 2004 begann winterlich und nasskalt: Es gab wiederholt Schneefälle (am 2. 10 cm Neuschnee) gefolgt von Tauwetter, die Sonne zeigte sich nur an wenigen Tagen. Ab dem 12. gab es eine rasche Wetterverbesserung und einen deutlichen Temperaturanstieg, so dass zur Monatsmitte freundliches und mildes Frühlingswetter (am 17. 21 Grad!) herrschte. Vom 19. - 25. bestimmte dann ein Tiefdruckgebiet über Südosteuropa das Wettergeschehen: Es wurde wieder deutlich kälter und teilweise windig, begleitet von (Schnee-)Regenschauern. Die letzten 5 Tage des Monates zeigten sich dann aber wieder sonnig. Trotz der Niederschläge zu Beginn des Monats war der März deutlich zu trocken.

 

Zu warm und deutlich zu trocken, so lässt sich der April kurz charakterisieren. Der Monat begann freundlich und mild, ab 5. wurde jedoch eine kühlere und wolkenreiche Witterungsperiode eingeleitet, Regen fiel aber nur in geringen Mengen. Direkt nach Ostern, d.h. ab. 14. wurde es vorübergehend wieder sonnig und warm. Am 19. fiel im Raum Neustadt der ersehnte Regen (etwa 15 mm); damit erfolgte erneut ein Übergang zu etwas unbeständigerem, aber mildem Wetter. Zum Monatsende gab es dann aber Sonnenschein und (fast) sommerliche Temperaturen bis 24 Grad. Erstaunlicherweise gab es im April noch kein Gewitter!

 

Die erste Maiwoche war extrem niederschlagsreich. In Verbindung mit wiederholten Schauern und Gewittern fielen bis zum 7. des Monats 73 mm Regen und damit bereits mehr wie sonst im gesamten Monat üblich. Anfangs war es dabei noch schwülwarm, in Verbindung mit den Regenschauern wurde es aber allmählich kühler, am 7. gab es im Thüringer Wald sogar Schneefall. Zur Monatsmitte trat eine Wetterberuhigung ein, es gab nur noch einzelne Schauer und es wurde insbesondere um Christi Himmelfahrt wieder etwas wärmer. Vom 21.-24. war es erneut unbeständig mit Schauern und kühl, bevor sich zum Monatsende freundliches und warmes Wetter durchsetzte; insgesamt also ein sehr wechselhafter und erheblich zu feuchter Mai.

 

Wer auf beständiges Sommerwetter hoffte, wurde im Juni enttäuscht. Der Monat war insgesamt nur mässig warm und etwas zu feucht. Über Mittel- und Nordeuropa ziehende Tiefs gestalteten die Witterung unbeständig mit Schauer und Gewittern (vor allem am 4., 11./12., 17.-19. und 23./24.). Zwischendurch gab es aber auch Perioden mit sonnigem und warmen Wetter, vor allem vom 6. bis 10. Juni. Hervorzuheben war ein für die Jahreszeit kräftiges Tief, welches am 23. und 24. in Deutschland für windiges Wetter mit teils kräftigem Gewittern sorgte, in Sachsen-Anhalt gab es sogar ein Tornado, der grosse Schäden anrichtete. Der Schwerpunkt dieser Gewitter zog glücklicherweise am SOK vorbei, hier gab es keine Schäden.

 

Der Juli war gekennzeichnet von zahlreichen Schauern und Gewittern, lediglich die letzte Juliwoche zeigte sich beständig, vielfach sonnig und trocken. Dementsprechend war auch der Juli erheblich zu feucht und mit 32 Grad lag die höchste gemessene Temperatur des Monats unter den entsprechenden Werten der Vorjahre; eine Hitzewelle gab es im Juli 2004 nicht. Von den zahlreichen Gewittern waren zwei besonders heftig: Ein extrem blitzreiches Gewitter zog am Vormittag des 8. über das Orlatal, hierbei kam es vereinzelt zu (geringeren) Schäden infolge von Blitzeinschlägen. Wesentlich schlimmere Auswirkungen hatte das Gewitter am frühen Abend des 20.7.: Infolge extrem starken Regens und Hagel kam es im Norden des Saale-Orla-Kreises sowie in Teilen des Saale-Holzland-Kreises zu Überflutungen und grossen Schäden; so war die Landesstrasse Neustadt - Kahla mehr als 12 Stunden gesperrt. Das Stadtgebiet von Neustadt blieb von diesem Gewitter verschont.

 

Der August 2004 war ein Monat ohne herausragende Ereignisse. Die ersten 10 Tage waren sommerlich warm und trocken, vom 11.-15. gab es dann eine kühlere Periode mit Regenschauern. Danach lag Thüringen einige Tage im Bereich einer Luftmassengrenze; es war sommerlich war, aber überwiegend wolkig mit einzelnen Schauern. Dieser Trend setzte sich dann bis zum Monatsende fort, jedoch bei leicht sinkenden Temperaturen. Da die auftretenden Regenfälle meist nur leichter Intensität waren, blieb es im August zu trocken.

 

Im September war es zunächst spätsommerlich warm und trocken. Eine erste Periode mit herbstlichen Witterungscharakter gab es vom 10.-14.: Es wurde deutlich kühler und windiger, dazu gab es bei starker Bewölkung etwas Regen. Zur Monatsmitte setzte sich kurzzeitig wieder freundliches Wetter durch, bevor es dann ab 19. bis zum Monatsende erneut unbeständiges und teils windiges Wetter gab. Die letzten 10 Tage waren niederschlagsreich, fast der gesamte Monatsniederschlag war auf diese Periode konzentriert.

 

Die erste Oktoberwoche zeigte sich spätsommerlich warm mit Tagestemperaturen bis 25 Grad! Am 8. leitete Regen eine deutlich kühlere, aber weiterhin meist freundliche Witterungsperiode ein, die bis zum 20. anhielt. Die letzten 10 Tages des Monats waren wechselhaft mit Regen an einzelnen Tagen, aber auch mit sonnigen Abschnitten. Wiederum war es insbesondere am 21. und 22. ungewöhnlich warm; dies in Verbindung mit einem nächtlichen Gewitter sorgte fast für Sommerstimmung. Die beiden Perioden mit deutlich zu warmer Witterung zu Beginn und am Ende des Monates waren die herausragenden Ereignisse im Oktober 2004.

 

Höhepunkt der Witterung im November war der erste kräftige Schneefall des Winters am 8. und 9.(in Neustadt 10 cm Neuschnee). Da der Schnee bei Temperaturen um oder knapp über null Grad fiel, handelte es sich um schweren Pappschnee, der in den Wäldern teilweise erhebliche Schäden (Schneebruch!) verursachte und vorübergehend auch zu Verkehrsbehinderungen infolge umgestürzter Bäume führte. Diese winterliche Periode wurde am 6. mit einem kurzen Gewitter eingeleitet und dauerte etwa eine Woche bis zum 12. an. Danach wurde es erneut milder, teilweise windig und es gab wiederholt Regen, am 20./21. auch wieder mit Schnee (besonders im Oberland). Zum Ende des Monats hin stellte sich ruhiges, trübes und nasskaltes Novemberwetter ein. Mit 90 mm Niederschlag war der November erheblich feuchter als normal.

 

Der Dezember begann recht mild mit nur wenigen Niederschlägen. In der zweiten Woche setzte sich ruhiges, teils sonniges, teils neblig-trübes Hochdruckwetter durch. Erst nach Monatsmitte kam wieder Bewegung in die Atmosphäre: Insbesondere im Oberland fiel Schnee, im Orlatal aber teilweise auch Regen. Unmittelbar vor Weihnachten wurde es vorübergehend freundlich und kalt, die Feiertage waren aber dann wieder durch nasskalte Witterung mit anhaltenden Schneefällen und Sprühregen geprägt. Zum Jahresende strömte milde Meeresluft nach Mitteleuropa und die im Orlatal vorhandene dünne Schneedecke taute ab.

 

Das Jahr 2004 war insgesamt etwas zu warm und zu feucht. Der Sommer war durchwachsen, es gab keine ausgesprochene Hitzewelle. Zu erwähnen sind die besonders niederschlagsreichen Monate Mai und Juli. Der 20.7. dürfte insbesondere den Bewohnern im Raum Kahla-Hummelshain-Orlamünde in Erinnerung bleiben: Hier richteten starker Regen und Hagel während eines Gewitters teils grosse Schäden an. Auch die ungewöhnlich warme erste Oktoberwoche und die Schäden in der Forstwirtschaft infolge intensiven Schneefalls Anfang November (Schneebruch!) gehören zu den herausragenden Witterungsereignissen des Jahres 2004.

 

Das Jahr 2003

Monat 2003

Niederschlags-summe (mm)

Tempertaur-minimum ° C

Temperatur-maximum ° C

Januar

 

Februar

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

August

 

September

 

Oktober

 

November

 

Dezember

63 mm

 

18 mm

 

28 mm

 

39 mm

 

53 mm

 

31 mm

 

109 mm

 

12 mm

 

74 mm

 

59 mm

 

26 mm

 

35 mm

 

- 14 ° C

 

-14° C

 

- 5° C

 

- 6° C

 

3° C

 

9° C

 

11° C

 

8° C

 

3° C

 

- 4° C

 

- 4° C

 

-11 ° C

 

9 ° C

 

12° C

 

18° C

 

23° C

 

31° C

 

35° C

 

36° C

 

38° C

 

28° C

 

19° C

 

14° C

 

10 ° C

 

Die herausragenden Witterungsereignisse im Januar waren die Perioden mit winterlichem Wetter: zu Beginn des Monats mit strengen Frösten und Schneefall (vor allem 13.); ebenfalls winterlich geprägt waren die beiden letzten Tage im Januar. Zu erwähnen ist an dieser Stelle auch die angespannte Hochwasserlage an den ersten Tagen des Jahres, verursacht durch ergiebigen Regen um den Jahreswechsel und Tauwetter in den Mittelgebirgen.

 

Der Februar war insgesamt ein recht freundlicher, durchaus winterlich geprägter Monat ohne herausragende Ereignisse. Mit einer Niederschlagssumme von nur 18 mm (ca. ein Drittel des Normalwertes) war es deutlich zu trocken. Zum Monatsende machte sich dann die schon recht kräftige Sonneneinstrahlung bemerkbar und es gab vorfrühlingshafte Temperaturen bis 12 Grad.

 

Der März zeigte sich ausserordentlich freundlich, d.h. wesentlich zu trocken und sonnenscheinreich. Erst zum Monatsende wurde eine unbeständigere Witterungsperiode eingeleitet. Damit im Zusammenhang kam es am 27. zu den ersten beiden Gewittern der Saison, verbunden mit kräftigen Graupelschauern.

 

Diese unbeständige, windige und kalte Witterungsperiode setzte sich dann auch Anfang April fort. Es kam wiederholt zu teils kräftigen Schneeschauern. Vor der Monatsmitte erfolgte dann aber ein rascher Übergang zu sonnigem, trockenem und mildem Wetter. Lediglich Karfreitag und Ostersamstag zeigten sich unbeständig und kühl. Zum Monatsende hin traten dann wieder einzelne Regenfälle auf, dabei war es aber mild. Trotz dieser Regenfälle war auch der April wieder zu trocken.

 

Im Mai war es, abgesehen von der Monatsmitte, sommerlich warm und dabei zunächst trocken. Im Zusammenhang mit dem Vordringen kühlerer Luft kam es ab dem 8. zu Schauern und Gewittern. Eine Woche später wurde es dann wieder sommerlich warm, aber es blieb bis zum Montatsende leicht unbeständig mit Schauer und Gewittern. Die monatliche Niederschlagssumme von 53 mm entspricht fast dem langjährigem Mittel.

 

Der Juni zeichnete sich zweifelsohne durch seinen extrem hohen Mittelwert der Temperatur aus. Es war einer der wärmsten Juni-Monate in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnung. Schwülheisse Witterung prägte insbesondere die erste Monatshälfte, es kam zu kräftigen Gewittern, teils mit Hagel (5.und 12., jedoch ohne grössere Schäden im Stadtgebiet). Nach der Monatsmitte wurde es dann etwas kühler, zum Monatsende hin aber wieder schwülwarm. An der Station fielen lediglich 31 mm Regen (deutlich zu trocken). Es ist aber davon auszugehen, dass, aufgrund der örtlich eng begrenzten Starkniederschläge im Zusammenhang mit den Gewittern, die Niederschlagssummen in der Region stark schwankten.

 

Auch der Juli zeichnete sich durch schwülwarmes Wetter mit teils kräftigen Gewittern aus. Lediglich in der ersten Woche war es etwas kühler. In vielen Gebieten Deutschland herrschte extreme Trockenheit. Groteskerweise war aber der Monat in Neustadt (Orla) zu feucht (vgl. zum Mittelwert). Dies hängt aber ganz wesentlich mit einem sehr intensiven Schauer zusammen, der am Nachmittag des 17. allein fast 50 mm erbrachte. Nur wenige Kilometer weiter Richtung Westen und Norden fiel dagegen an diesem Tage kaum Regen! Am Monatsende gab es dann mehr allgemein Schauer und Gewitter, so auch in Neustadt (Orla).

 

Extrem war auch der dritte Sommermonat. Mit 38 Grad wurde ein neuer Hitzerokord aufgestellt (seit Beginn meiner Aufzeichnungen 1990); zudem war der August einer der trockensten Monate, es fielen lediglich 12 mm Niederschlag (davon über die Hälfte erst am 31). Insbesondere die ersten zwei Wochen waren heiss; am 13. wurde dann mit etwas Regen die extreme Hitze durch mehr erträgliche Sommertemperaturen abgelöst. Die langandauernde Hitzewelle in Kombination mit der Niederschlagsarmut führte zu katastrophalen Konsequenzen für die Landwirtschaft. Erst am letzten Tag des Monats kam es zu einer spürbaren Abkühlung mit einigen Stunden Regen.

 

Zu warm und etwas zu feucht, so kann der September 2003 charakterisiert werden. Der nach der anhaltenden Trockenheit und Hitze langerhoffte Regen fiel jedoch erst am 11., im Zusammenhang mit einem Tief über Ostdeutschland. Zuvor war der September noch hochsommerlich und trocken geprägt, erst nach der Monatsmitte wurde eine unbeständigere und ab dem 23. mit der Passage einer Kaltfront auch kühlere Witterungsperiode eingeleitet.

 

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Monaten war der Oktober kälter als normal. Am 21. des Monats gab es sogar den ersten Schnee, der jedoch nur in den Höhenlagen um Neustadt (Orla) kurzzeitig liegen blieb. Im Zusammenhang mit nächtlichem Aufklaren gab es in der zweiten Monatshälfte dann verbreitet Nachtfrost. Hinsichtlich der gefallenen Niederschläge war der Oktober nur unwesentlich zu trocken.

 

Der November war durchgehend zu mild und zu trocken. Es gab nur wenige Tage mit Frost, Niederschlag in fester Form fiel – im Gegensatz zum Oktober - überhaupt nicht. Besonders um den 10. gab es typisches neblig-trübes Novemberwetter, in der 2. Monatshälfte dann aber im Zusammenhang mit auflebendem SW-Wind auch sonnige und richtig milde Tage mit bis zu 14 Grad. Erst ab dem 25. wurde wieder eine etwas kühlere und unbeständigere Witterungsperiode eingeleitet.

 

Der Dezember war wechselhaft und hatte von allen etwas zu bieten Der Monat begann mild, ab 5. wurde es jedoch kühler mit Schneeregen und Graupelschauern. Am 14. war es im Zusammenhang mit der Passage eines Tiefdruckgebietes sehr stürmisch, ein Mensch kam hierbei im SOK ums Leben. Nach Durchzug des Tiefs wurde es am 15. und 16. deutlich kälter und es gab Schneefall und Frost. Mildes Wetter sorgte jedoch vom 17.-21. für Tauwetter, bevor dann aber unmittelbar vor Weihnachten wieder etwas Schnee fiel und leichter Frost auftrat. Bereits am 1. Weihnachtfeiertag wurde dann aber wieder eine etwas mildere Witterungsperiode eingeleitet, die bis zum Jahresende anhielt.

 

Zusammenfassend kann das Jahr 2003 als zu warm und etwas zu trocken charakterisiert werden (gut 10 % weniger Niederschlag als normal, niederschlagsärmstes Jahr seit 1992). Das herausragende Ereignis war die anhaltene Hitzewelle im Sommer, verbunden mit grosser Trockenheit. Besonders extrem war der August: Neben der extremen Hitze (bis 38 Grad!) war der Monat ausserordentlich trocken, bis zum 30. fielen lediglich 5 mm Regen, d.h. weit unter einem Zehntel des Normalwertes.

Weitere besondere Ereignisse des Jahres waren die kräftigen Gewitter mit Hagelschlag vor allem im Juni sowie das Saalehochwasser unmittelbar zu Beginn des Jahres.

 

Das Jahr 2002

Das Jahr 2001

Niederschlagssumme gesamtes Jahr: 749 mm (das sind etwa 15 % über dem langjährigen Mittel, Jahr also zu feucht)

Anmerkungen: Starkregenereignisse im Juli (Gewitter) und August. (Saale-Orla-Kreis bleib jedoch von den katastrophalen Regenfällen verschont, diese konzentrierten sich mehr auf Sachsen/ Erzgebirge/ Tschechien)

 

Höchste Temperatur: 34 Grad (Juni und Juli)

Niedrigste Temperatur: - 16 Grad (Januar)

 

Niederschlagssumme gesamtes Jahr: 771 mm (d.h. mehr Regen als normal)

Höchste Temperatur: 33 Grad (August)

Niedrigste Temperatur: - 15 Grad (Dezember)

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